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Pressebericht Gemeinderat v. 20.2.2018

Geplanter Ausbau Hauptstrasse Nord lieferte viel Gesprächsstoff

Hauptstrasse Nord
Der Gemeinderat hatte am 20. Februar 2017 die Planerarbeiten für die Sanierung der Hauptstrasse Nord an das Ingenieurbüro Rothpletz Lienhard & Cie, Olten erteilt. Seitdem wurde das genehmigte Betriebs- und Gestaltungskonzept, in welchem der Rat zwei Varianten für den Bereich Dorfplatz (Beschluss vom 16. August 2016) vorgegeben hat, in einem Projekt weiter geführt. Bevor nun die Ermittlung der zu erwartenden Kosten für die Ausführung berechnet werden, wurde dem Gemeinderat der Projektstand präsentiert.

Zwei Varianten für den Bereich „Dorfplatz“, eine mit und eine ohne Begegnungszone
Sämi Bünder, Ressortleiter Bau, erläuterte den bisherigen Verlauf dieses umfangreichen Geschäftes. Im August 2016 wurde das Betriebs- und Gestaltungskonzept im Gemeinderat präsentiert. Danach wurde die Projektierungsphase ausgelöst, mit dem Auftrag, für den Bereich „Dorfplatz“ zwei Varianten auszuarbeiten und zwar eine Variante mit Begegnungszone und eine ohne. Um das Projekt breiter abzustützen, wurde eine Arbeitsgruppe mit 9 Personen gebildet.

Rolf Ackermann vom Ingenieurbüro Rothpletz & Lienhard stellte das Projekt, welches auf dem vom Gemeinderat genehmigten Betriebs- und Gestaltungskonzept basiert, anhand eines detaillierten Planes vor. Die vorgesehene Linienführung der Hauptstrasse Nord wurde übernommen und nur geringfügig optimiert. Die Hauptstrasse Nord soll eine klare Struktur und Linienführung erhalten. Sämtliche bestehenden Strassenräume wurden aufgenommen. Unter Berücksichtigung eines vernünftigen Kostenrahmens wurde versucht, die Vorplätze der Anstösser möglichst optimal in das Projekt einzubinden. Es besteht nicht die Absicht, die Strasse zu „vergolden“.
Den Bereich „Dorfplatz“ versuchte man zu optimieren. Gewisse Vorgaben, wie z.B. Strassenquerschnitt, Sichtverhältnisse, Entwässerungsmöglichkeiten, Buswendeplatz mussten eingehalten werden. Der Dorfplatz wurde gestalterisch ganz speziell betrachtet. Man hat versucht, die Vorgaben, Tempo 20 km/h und Tempo 50 km/h, in das Projekt zu integrieren. Beide Varianten, „Tempo 20 km/h und Tempo 50 km/h“, könnten ohne bauliche Massnahmen im Projekt umgesetzt werden.
Weiter wurde ein Konzept über die Randabschlüsse erstellt, welche gegenüber dem Gehweg eine spezielle Linienführung darstellen sollen. Die Randabschlüsse werden behindertenfreundlich ausgeführt, damit diese auch mit Velos überfahren werden können. Entlang des Gehweges befindet sich ein breiterer Randabschluss. Im Bereich des Dorfplatzes wird ebenfalls dieser breitere Randabschlussstein schräg zur Fahrbahn bodeneben eingesetzt, um eine gewisse Struktur erreichen zu können. Aufgrund der Anordnung dieser Gestaltungselemente wird sich der Dorfplatz von den anderen Bereichen abheben. Dies führt dazu, dass der Automobilist seine Geschwindigkeit reduziert. Die Fahrbahneinengungen wurden übernommen. Die Sichtverhältnisse sind im Strassenverlauf ausreichend, die Verkehrsteilnehmer werden die notwendigen Massnahmen frühzeitig erkennen und so angepasst reagieren können.

Hochwasserschutz im südlichen Bereich gewährleistet
Vom Dorfplatz her nordwärts wurde der Dorfbach separat angeschaut. Die Vorgabe HQ 100 (bewältigen eines 100-jährigen Hochwassers) wurde in diesem Bereich nicht berücksichtigt. Dort sind aber zu einem späteren Zeitpunkt etappierte Mass¬nahmen möglich. Im südlichen Bereich der Hauptstrasse Nord (ab Dorfplatz Richtung Süden) ist HQ 100 gewährleistet. Dieser Bereich soll gestalterisch aufgewertet werden. Die bestehenden Bachquerungen werden mit den neu geplanten Bushaltestellen nicht mehr möglich sein, dafür werden aber neue Fussgängerstege gebaut. Die Zugänglichkeit zum Dorfbach wird sichergestellt und er wird eine neue, natürliche Linienführung erhalten. Der Dorfbach soll nicht stur entlang der Strasse verlaufen, weshalb dieser im südlichen Bereich (ab Dorfplatz bis Schmittenbrücke) nach Westen gedrückt wird. Das Trottoir im südlichen Bereich (Schmittenbrücke bis Dorfplatz) wird auf die Ostseite der Strasse verlegt. Der Fussgänger kann den Dorfplatz auch über den Juraweg erreichen. Das bestehende Buswartehäuschen beim Dorfplatz wird entfernt und die Bushaltestellen in den südlichen Bereich (vor ehemaliges Rest. Kreuz) verlegt. Mit dem jetzt vorliegenden Konzept konnte ein guter Mittelweg gefunden werden, indem nicht alles „zugepflastert“ wird. Der Nutzen und die Kosten wurden in ein Gleichgewicht gebracht.

Alle Verkehrsteilnehmer optimal in Verkehrsgeschehen integrieren
Eigentlich ist jede Strasse „irgendwie gestaltet“ und nach Normprofilen aufgebaut, erläuterte Landschaftsarchitekt Stephan Karlen in seinem Referat. Innerhalb des Siedlungsgebietes verfolge man mit der Gestaltung bewusst Ziele. Dies sei unter anderem die Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Es gehe jetzt darum, alle Benutzer einer solchen Strasse (Hauptstrasse Nord) in das Verkehrsgeschehen zu integrieren, d.h. Autofahrer, Fussgänger, Schulkinder (verletzlichste unter den Verkehrsteilnehmern) müssten einen guten und sicheren Weg begehen resp. befahren können. Es müssen sichere Querungsmöglichkeiten vorhanden sein. Um dies erreichen zu können, sei eine gezielte Gestaltung einer Strasse erforderlich. Wenn eine Strasse ideal gestaltet sei, müssten eigentlich gar keine Höchstgeschwindigkeitschilder aufgestellt werden. In diesem Fall hat der Autofahrer ein subjektives Empfinden, wie schnell er diese Strasse befahren kann. Die geplanten Verengungen im nördlichen Teil der Hauptstrasse Nord dienen hauptsächlich der Verbesserung der Sichtverhältnisse der Verkehrsteilnehmer auf den Querstrassen.
In der anschliessenden Diskussionsrunde im Rat konnten alle Fragen zufriedenstellend beantwortet werden. Rolf Ackermann vom Ing.Büro Rothpletz & Lienhard hielt abschliessend fest, dass das vorliegende Projekt alle gesetzlichen Bedingungen erfüllt. Mit Gestaltungskonzept werden die Verkehrsteilnehmer dazu angehalten, die Geschwindigkeit zu reduzieren. Falls beschlossen würde, auch im Bereich des Dorfplatzes Tempo 50 km/h zu belassen, so wären nur Signalisationsmassnahmen (Fussgängerstreifen) notwendig. Das heisst, das vorliegende Projekt ist mit allen Dorfplatz-Varianten (Tempo 20/30/50 km/h) ohne bauliche Massnahmen realisierbar. Auf den anderen Abschnitten bleibt die signalisierte Höchtsgeschwindigkeit 50 km/h erhalten.


Lostorf, 20. Februar 2018

EINWOHNERGEMEINDERAT LOSTORF
Der Gemeindeschreiber:

Markus von Däniken
Hauptstrasse Nord ab Schmittenbrücke
Hauptstrasse Nord ab Schmittenbrücke

Datum der Neuigkeit 20. Feb. 2018