Willkommen auf der Website der Gemeinde Lostorf



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen

Pressebericht Gemeinderat v. 24.1.2020

Schulhaus 1912 soll saniert werden

Sanierung Schulhaus 1912

Die Arbeiten für die geplante Sanierung des Schulhauses 1912 schreiten voran. Der Gemeinderat hatte dafür am 11. Juni 2019 einen Kredit für das Vorprojekt genehmigt. Mit dem Umbauprojekt werden zwei Hauptziele verfolgt. Dies ist einerseits die Anpassung der Räumlichkeiten an den heutigen Schulbedarf gemäss Lehrplan 21 und andererseits die Instandstellung der ins Alter gekommenen Bausubstanz, um den Betrieb für weitere 40 bis 50 Jahre zu ermöglichen.

Das Umbauprojekt basiert auf der mehr als zehnjährigen Vorarbeit der Schulraumplanungsgruppe und auf dem vom Gemeinderat verabschiedeten Schulraumplanungs-Konzept. Zudem stützt es sich auf die Resultate der im Sommer 2019 veranlassten Sondierungen ab. Das Umbauprojekt umfasst die Totalsanierung des Schulhauses 1912 mit diversen räumlichen Anpassungen, um den Anforderungen an den aktuellen und zukünftigen Schulunterricht zu erfüllen. Es umfasst ausserdem die Sanierung der Hartbeläge rund um das Schulhaus sowie diverse Anpassungen und Erweiterungen im Aussenbereich, um die Umgebung für die Schüler/innen sicherer und kindergerechter zu gestalten.

Weit mehr als die Hälfte der Gesamtkosten betreffen die notwendigen Sanierungsmassnahmen. Unter anderem sind dies: Kanalisation innen/aussen, Ersatz sämtlicher Fenster, Boden- und Türenersatz, Lüftung Aula, Dämmungen im Dachbereich, Totalersatz der Sanitär- und Elektroinstallationen, Pausenplatzsanierung.

Die tiefgreifende Sanierung ist erforderlich, weil einerseits die Bausubstanz und Heizverteilung in schlechtem Zustand sind und anderseits aus sicherheits- und gesundheitsrelevanten Aspekten (Asbestsanierung, Brandschutz, aktuelle Sicherheitsstandards). Weitere bauliche Massnahmen sind erforderlich für den hindernisfreien Zugang. Dazu gehört auch der Einbau eines Liftes. Die hohen Kosten für die Sanierung werden sich in den Folgejahren zu einem erheblichen Teil durch das Wegfallen von hohen und steigenden Unterhaltskosten kompensieren.

Die Neuerungen in den Räumlichkeiten des Schulhauses 1912 umfassen im Wesentlichen die Ergänzung der Unterrichtsräume mit Gruppenräumen, die Reduktion der Unterrichtsräume pro Stockwerk, den Ausbau des Dachstockes mit Unterrichtsräumen und einer Mediathek (die Wohnung des Schulhausabwartes wird aufgelöst), die Umplatzierung der Schulküche ins Untergeschoss und des Lehrerzimmers in die jetzige Schulküche. Im Baukredit enthalten ist auch die Informations- und Kommunikationstechnik-Infrastruktur und das Schulmobiliar. Auch ohne Umbau wären in den nächsten Jahren hohe Kosten angefallen, welche hätten separat budgetiert werden müssen.

Die baufällige Garage auf dem Pausenplatz wird zurückgebaut. Stattdessen entsteht dort wo der heutige Parkplatz ist, ein kombinierter Pavillon mit Veloständer und Geräteraum. Verkehr und Schüler/innen-Aufenthalt sollen in Zukunft während dem Schulbetrieb konsequent entflochten werden. Damit entfallen die Parkmöglichkeiten direkt vor dem Schulhaus. Die Feuerwehrzufahrt sowie die Zufahrt zum Parkplatz auf dem Platz unter den Linden, bleiben wie bisher bestehen. Der Platz unter den Linden behält seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten bei Anlässen ausserhalb des Schulbetriebs. Das Aussenmobiliar wird ergänzt durch eine Ballabschlagswand mit einer Kletterwand auf der Rückseite, einer Slackline-Einrichtung sowie neun robusten, mobilen Elementen, die vielseitig eingesetzt werden können.

Es liegt auch eine Option für die Erstellung eines neuen Parkplatzes weiter östlich des Schulhaus 1912 mit einer Grobkostenschätzung vor. Während den Umbauarbeiten, welche ca. ein Jahr dauern, steht das Schulhaus 1912 für die Nutzung (Schulunterricht, Proben von Vereinen, Anlässen usw.) nicht zur Verfügung. Die Schulkassen werden dann in Containern im Bereich des Sportplatzes, im Pavillon und in der Dreirosenhalle (altes Gemeinderatszimmer) unterrichtet. Der Pavillon kann während der Umbauzeit von Dritten (Ausnahme: Spielgruppe und bisherige Betreuungsangebote der IGEEL) nicht belegt werden.

Nutzen und Mehrwert des Projektes (stichwortartig)

  • Generell mehr Platz für den Schul- und Musikschulbetrieb;
  • Die Unterrichtsräume weisen Gruppenräume auf;
  • Die Raumbedürfnisse aus Schulkonzept sind weitgehend abgedeckt;
  • Grösseres Lehrerzimmer mit Lehrerarbeitsplätzen;
  • Hindernisfreies und rollstuhlgängiges Schulhaus;
  • Bibliothek/Mediathek;
  • Integrierte ICT-Infrastruktur;
  • Besseres Raumklima (Fenster sind heute schlecht isoliert);
  • Weniger Lärm innerhalb der Zimmer / weniger Lärmbelästigung von aussen;
  • Feuchtigkeitsproblem in der Aula gelöst;
  • Sicherheitsstandards und Fluchtwege werden eingehalten.

Fassadensituation

Im Grundsatz wird an der Fassade nichts geändert. Das Gebäude soll in der heutigen Qualität erhalten werden. Ein neuer Farbanstrich ist geplant. Mit dem Ersatz der Fenster will man eine bessere Qualität erreichen. Rein geometrisch wird das Gebäude 1:1 erhalten. Die Fassade wird im Sinne einer Risssanierung saniert und neu gestrichen. Das Dach wurde um das Jahr 2000 bereits erneuert. Im Budget sind nur punktuelle Eingriffe am Dach geplant, welches nicht komplett erneuert werden muss.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf CHF 5'775'000. Der Gemeinderat hat das Kreditbegehren einstimmig gutgeheissen und zuhanden der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 25. März 2020 verabschiedet. Für die Bevölkerung ist am Mittwoch, 11. März 2020, um 19.30 Uhr, in der Aula des Schulhauses 1912 eine Informationsveranstaltung vorgesehen.

 

Schulraumplanung, Nachtragskredit für Vorprojekt

Für die Finanzierung des Vorprojektes zur Gesamtsanierung des Schulhauses 1912 und der Umgebung hat der Gemeinderat am 11. Juni 2019 einen Kredit von CHF 98'000 bewilligt. Die Bemessung des Betrages erfolgte teilweise nach geschätztem Aufwand und teilweise auf Basis der angenommenen honorarbe­rechtigten Bausumme von CHF 3 Mio. Die honorarberechtigte Bausumme beträgt aber nun CHF 4'386'258. Somit ergeben sich Mehrkosten für das Vorprojekt von CHF 17’400. Weil der Gesamtbetrag damit auf über CHF 100’000 ansteigt, muss dieses Geschäft der Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Während der Bearbeitung des Vorprojektes hat die Arbeitsgruppe entschieden, ursprünglich in den nächsten Jahren geplante Sanierungsarbeiten (z.B. Fensterersatz usw.) in und um das Schulhaus 1912 ebenfalls in die Gesamtsanierung zu integrieren. Die höhere Vorprojektsumme ist auch auf zusätzliche Sondagen zurückzuführen, damit die Sanierungskosten genauer ermittelt werden konnten.

Der Gemeinderat hat mehrheitlich beschlossen, den Nachtragskredit von CHF 15'400 nicht als dringlich zu erklären und nicht in eigener Regie zu genehmigen. Dieser wird aber der nächsten Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung unterbreitet.

 

In Kürze

  • Am 18. April 2018 hat die Einwohnergemeinde Lostorf und die Stiftung Dorfmuseum eine Leistungsver­einbarung bis zum 31. Mai 2022 abgeschlossen. Inzwischen hat sich bei der Stiftung Dorfmuseum Lostorf eine Veränderung angebahnt. Jährlich entstehen der Stiftung mit ihrem bescheidenen Budget hohe wiederkehrende administrative Kosten im vierstelligen Bereich (Gebühren Stiftungsaufsicht, Kosten für die externe Revision etc.). Die Stiftung Dorfmuseum hat deshalb nach einer anderen Lösung gesucht, damit dieses Geld für den Museumsbetrieb in Lostorf verwendet und nicht für administrative Zwecke ausgegeben werden muss. Der Gemeinderat nimmt zur Kenntnis, dass die Stiftung Dorfmuseum Lostorf per31. Dezember 2019 aufgelöst wurde. Die Bürgergemeinde Lostorf führt nun den Stiftungszweck weiter, die Vermögenswerte und Verträge wurden von der Bürgergemeinde Lostorf übernommen und die Leistungsvereinbarung mit der neuen Vertragspartnerin hat weiterhin Gültigkeit. Die Einwohnergemeinde Lostorf hat sich bereit erklärt, die Leistungsvereinbarung zwischen der Stiftung Dorfmuseum und der Einwohnergemeinde Lostorf auf das neue Jahr (2020) hin anzupassen und an die Bürgergemeinde Lostorf zu übertragen.
     
  • Der Vertrag für die Grüngutverwertung mit der Arbeitsgemeinschaft IG Feldrandkompostierung, Dominik Peier, Betriebsleiter wurde erneuert. Primär wurden formale Änderungen vorgenommen. Der Vertrag tritt auf den 1. Januar 2020 in Kraft.
     
  • Per 31. Dezember 2019 wohnten 3‘933 Personen (Vorjahresstand: 3‘947) in Lostorf, davon sind 601 Bürger (Vorjahresstand: 594).
     
  • Per 31. Dezember 2019 waren in Lostorf 67 Personen (Vormonat 58) als arbeitslos gemeldet. Diese teilen sich in 23 Frauen und 44 Männer resp. 44 Schweizer und 23 ausländische Staatsangehörige auf.

 

Lostorf, 24. Januar 2020

EINWOHNERGEMEINDERAT LOSTORF

Der Gemeindeschreiber:

Markus von Däniken

 

 

 


Schulhaus 1912 damals und heute
 

Datum der Neuigkeit 24. Jan. 2020