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Pressebericht Gemeinderat v. 15.07.2010

Öffentliche Mitwirkung bei Trottenacker II

Die öffentliche Mitwirkung beim Teilzonen- und Gestaltungsplan Trottenacker ist abgeschlossen. Zum Agglomerationsprogramm AareLand konnte der Rat eine Stellungnahme abgeben. Die Firma Vogt AG plant die Verbindung der Werke 1 und 2 mit einem Glasfasernetz. Das Abstimmungsergebnis der Urnenabstimmung über den Kauf des Restaurant Jura wurde gültig erklärt. Die Lernende, Dominique Huber, hat ihre Lehrabschlussprüfung im 3. Rang abgeschlossen.

Teilzonen- und Gestaltungsplan Trottenacker II
Die Durchführung eines öffentlichen Mitwirkungsverfahrens bei einem Gestaltungsplan ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Stellungnahmen zu den Eingaben im Mitwirkungsverfahren erfolgen durch die Planungsbehörde (Gemeinderat). Das Mitwirkungsverfahren des Teilzonen- und Gestaltungsplan erfolgte in der Zeit vom 20. Mai bis 03. Juni 2010. Insgesamt erfolgten 4 Eingaben.
Von den „Mitwirkenden“ wurden folgende Punkte bemängelt: Die maximale Ausnützungsziffer (diese berechnet sich aus dem Verhältnis zwischen Wohnfläche und Grundstücksfläche und legt fest, wie viel Prozent des Grundstücks genutzt werden dürfen), die Besucherparkplätze an der Wartenfelsstrasse, eine dem Einfamilienhaus-Quartier angepasste Überbauung, die Forderung nach Lärmschutzmassnahmen, einer Umweltverträglichkeitsprüfung und Minergiestandard, eine Gesamtgestaltung über alle drei Grundstücke, eine Verkehrsberuhigung auf der Stüsslingerstrasse mit Flüsterbelag sowie Kernfahrbahn (Fahrbahn mit Radstreifen ohne Mittellinie).

Ein Gestaltungsplan ist ein Planungsinstrument, um auf einem bestimmten Areal den Boden haushälterischer nutzen zu können als von der Grundnutzung her geplant. Es handelt sich jedoch nicht um eine Spezialbewilligung. Mit der Unterschreitung der Gebäudeabstände im Gestaltungsgebiet und der Erhöhung der Ausnützungsziffer um 20% bewegt man sich im gesetzlich erlaubten Rahmen.
Westlich und östlich befinden sich bereits Mehrfamilienhäuser. Das relativ flache Grundstück bietet sich für eine Überbauung mit Mehrfamilienhäusern an. Dem Grundbesitzer kann nicht vorgeschrieben werden, in welcher Form er sein Grundstück überbaut, sofern die geplante Überbauung zonenkonform ist. Das Grundstück befindet sich in der Lärmempfindlichkeitsstufe 2. Mit der geplanten Überbauung werden die geforderten Werte ohne Lärmschutzmassnahmen erreicht. Eine Umweltschutzverträglichkeitsprüfung ist vom Kanton für Wohnüberbauungen nicht vorgesehen. Da eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit grossen Kosten verbunden ist, wird dies als unverhältnismässig erachtet, ebenso wie die Er-stellung der Mehrfamilienhäuser im Minergiestandard zu verpflichten. Die Thematik zur Verkehrsberuhigung entlang der Stüsslingerstrasse, inkl. Flüsterbelag und die Erstellung einer Kernfahrbahn stehen nicht in Zusammenhang mit dem Gestaltungsplan.

Stellungnahme zu Agglomerationsprogramm
Das Agglomerationsprogramm ist ein Planungsinstrument, das die Koordination bereichsübergreifender Themen innerhalb einer Agglomeration ermöglicht. Es stützt sich auf die horizontale und die vertikale (Bund - Kanton - Agglomeration) Zusammenarbeit. Zur Zeit wird eine Leistungsvereinbarung zwischen der Trägerschaft des Agglomerationsprogrammes und dem Bund vorbereitet. Für die Langsamverkehrsmassnahmen (Verbesserung der Sicherheit für den Langsamverkehr an Verkehrsknoten, Ergänzung kant. Radroutennetz) hat der Kanton eine übergeordnete Planung vorgenommen. Zu den Massnahmenvorschlägen konnte der Gemeinderat nun eine Stellungnahme abgeben.
Zwischen der Haupt- und der Stüsslingerstrasse ist der durchschnittliche Tagesverkehr (6500 Fahrzeuge) von einer geringen auf eine mittlere Belastung angewachsen. Die Sicherung der Fussgängerstreifen und eine durchgehende Veloführung werden begrüsst. Der Rat hat sich jedoch einstimmig dagegen ausgesprochen, die Bushaltestellen künftig auf die Strasse zu verlegen. Der Massnahmenvorschlag beim Knoten Kreisschule Mittelgösgen wird unterstützt. Vorgesehen ist dort ein einfaches, sicheres Queren der Strasse. Die Schulwegsicherheit wird dadurch deutlich erhöht. Die Verkehrsknotenpunkte Hauptstrasse-Mahrenstrasse sowie Hauptstrasse-Stüsslingerstrasse sind ebenfalls zu überprüfen, ebenso die Errichtung von Portalen (Torwirkung) am östlichen und südlichen Dorfeingang. Ein Problempunkt stellt auch die Winznauerstrasse dar, welche von den Schülern als Veloweg benutzt wird, obwohl ein Linksabbiegeverbot Richtung Dorf besteht.

Glasfasernetz
Die Firma Vogt AG, Lostorf plant die Verbindung der Firmengebäude Werk 1 (Duschletenstr. 2-4) und Werk 2 (Industriestr. 17) mittels Glasfaserkabel. Die Kabellei¬tung wird im Bereich von asphaltierten Strassen, sowie der Bachquerung "geschossen" (ohne Aufbrucharbeiten). Im Bereich der Landfläche und der Flurwege wird die Leitung ca. 0.80 m tief „eingepflügt“. Der Gemeinderat hat entschieden, als Grundstückeigentümerin des Werkhofs, der Pilatusstrasse, verschiedener Flurwege und der Industriestrasse der Linienführung der Glasfaserleitung das Einverständnis zu erteilen. Die Kosten für den Eintrag des Durchleitungsrechts im Grundbuch gehen zu Lasten der Firma Vogt AG, Lostorf.

Grossartiger Erfolg der Lernenden Dominique Huber
Dominique Huber hat mit einem Gesamtnotendurchschnitt im schulischen und betrieblichen Teil von 5,4 die drittbeste Prüfung als Kauffrau (E-Profil) abgelegt. Gemeinderat und Gemeindeverwaltung gratulieren Dominique Huber ganz herzlich zu dieser hervorragenden Leistung. Das nächste Ziel ist die Absol-vierung der Berufsmatura. Dazu wünschen wir ihr weiterhin viel Glück und Erfolg.

In Kürze

•Roger Peier konnte am 01. Juni 2010 sein 20-jähriges Arbeitsjubiläum auf dem Bauamt feiern. Der Gemeinderat gratuliert ihm zum Jubiläum und dankt ihm für seinen ausgezeichneten Einsatz und die bisher geleistete Arbeit.

•Die Demission von Gabriela Lätt als Präsidentin der Jugendkommission und Mitglied der Kulturkommission wurde unter Verdankung der langjährigen Arbeit genehmigt.

•Das Ergebnis der Urnenabstimmung vom 13. Juni 2010 für den Kauf und Abbruch des Rest. Jura wurde gültig erklärt. Der Kauf der Liegenschaft erfolgt per 01. September 2010.

•Die öffentliche Strassenbeleuchtung an der Reitistrasse wird verbessert. Es werden 2 Kandelaber errichtet.

•Per 30. Juni 2010 wohnen 3’816 Personen (Vorjahresstand: 3'791) in Lostorf, davon sind 666 Bürger (Vorjahresstand: 662).

Lostorf, 15. Juli 2010

EINWOHNERGEMEINDERAT LOSTORF
Der Gemeindeschreiber:

Markus von Däniken

Gebiet Trottenacker II
Gebiet Trottenacker II

Datum der Neuigkeit 15. Juli 2010
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