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Pressebericht Gemeinderat v. 22.09.2017

Kein Schulbus in Mahren

Kein Schulbus für Mahren
Eine Anwohnerin aus Mahren hat das Begehren gestellt, die „Strassensicherheit der schulpflichtigen Kinder von Mahren nach Lostorf“ zu überprüfen und ist auch der Ansicht, dass ein Schulbus von Mahren nach Lostorf notwendig sei. Sie begründet dies mit der Zunahme des Strassenverkehrs in Mahren. Die Benutzung der Strassen ohne Trottoir (in Mahren) und ohne Tempo 30 km/h stelle für kleine Kinder eine grosse Herausforderung dar. Insgesamt besuchen derzeit 12 schulpflichtige Kinder (und zusätzlich 4 Kinder den Kindergarten) aus Mahren die Schule in Lostorf. Fahrgemeinschaften der Eltern würden aufwändiger und sorgten für gefährlichen Mehrverkehr rund um das Schulhaus. Maximal 1,5 km Schulweg würden für ein Kind als zumutbar gelten. Der Schulweg von Mahren nach Lostorf sei ca. 2,5 km lang.

Der Gemeinderat hat das Begehren eingehend geprüft und nimmt das Thema „Strassensicherheit der schulpflichtigen Kinder von Mahren nach Lostorf“ ernst. Für Kinder der Unterstufe gilt gemäss dem Leitfaden zur Abgeltung von Schülertransporten für den Schulweg eine Distanz von bis zu 2.5 km (Hin- und Rückweg 5 km) zu Fuss als zumutbar; für Kinder der Oberstufe eine Distanz von bis zu 5 km (Hin- und Rückweg 10 km) mit dem Fahrrad. Die Schulwege zur Schule Lostorf wurden im Jahre 2016 mit der Schülertransportverordnung überprüft und es wurde kein Handlungsbe¬darf festgestellt. Ab dem Jahre 2019 soll Mahren eine Busanbindung erhalten, die insbesondere auch für den Schülertransport ausgerichtet werden soll. Eine Temporeduktion auf dem ganzen Gemeindegebiet von Lostorf wurde schon mehrmals beraten und immer wieder abgelehnt. Die Baukommission ist bereits beauftragt worden, diesbezüglich verschiedene neuralgische Punkte zu überprüfen und dem Gemeinderat Massnahmen vorzuschlagen.
Der von Mahren her zur Mahrenstrasse parallel verlaufende, nördlich versetzte Fuss- und Radweg ist für den Schulweg ideal, zumal er in Lostorf direkt in die Schulstrasse einmündet. Er wurde im Hinblick auf die Funktion als Schulweg vor gut 10 Jahren durchgehend asphaltiert.
Von der Einmündung des Radweges in die Mahrenstrasse bis in das Zentrum von Mahren führt der Schulweg über die Mahrenstrasse. Es ist richtig, dass zumindest auf dem Abschnitt bis zur Einmündung der Scharsmattenstrasse die Schulkinder dem motorisierten Verkehr ausgesetzt sind.
Auch hier wurde die Baukommission beauftragt, den Einmünder des Veloweges in die Mahrenstrasse sowie den Fussweg (ab Einmünder Veloweg bis zur Scharsmattenstrasse) zu überprüfen und geeignete Massnahmen vorzunehmen. Mit einfachen flankierenden Massnahmen kann die Situation entschärft werden. Ebenfalls wird der Belagszustand des Veloweges überprüft. Der Winterdienst auf dem Veloweg und dessen Reinigung wird durch die Gemeinde weiterhin gewährleistet.
Laut Gesetzgeber sind die Schulwege in Lostorf auch für Mahrener Kinder zumutbar und es ist nicht nötig, die Kinder einzeln oder in Fahrgemeinschaften zur Schule zu bringen. Fahrgemeinschaften sind seit der Einführung der Blockzeiten zumindest in zeitlicher Hinsicht einfacher zu organisieren. Für Kindergartenkinder und 1. und 2. Primarschulkinder können die Eltern mit dem Velo Fahrgemeinschaften bilden. Die Einrichtung eines speziellen Schülertransportes zwischen Mahren und Lostorf erachtet der Rat als nicht adäquat.

Rechenschaftsbericht der Schule genehmigt
Die Schulleitung hat dem Gemeinderat den Rechenschaftsbericht des Schuljahres 2016/2017 mit verschiedenen Schwerpunkten und das Schulprogramm für die Jahre 2017-2020 zur Genehmigung unterbreitet. Der Rechenschaftsbericht bezieht sich auf die Entwicklungsschwerpunkte, welche im Schulprogramm 2016-2019 festgehalten sind und für das Schuljahr 2016/2017 relevant waren. Alle Punkte des Schulprogrammes, mit ganz wenigen Ausnahmen, konnten erfüllt werden. Das Schulprogramm wurde ergänzt. Der Hauptschwerpunkt bildete die Vorbereitung auf den Lehrplan 21. Verschiedene obligatorische Weiterbildungen zum Lehrplan 21 wurden besucht. Die externe Schulevaluation (ESE) hat planmässig stattgefunden. Die Vergleichsarbeit (VA6) wurde termingerecht durchgeführt. Die Kinder der 6. Klasse wurden mit guten Resultaten in die entsprechenden Sekundarstufen eingeschult. Beide 3. Primarschulklassen haben mit Erfolg am Check P3 und die drei 6. Primarschulklassen freiwillig am Check P6 teilgenommen. Alle Resultate liegen erfreulicherweise über dem kantonalen Durchschnitt. Die Hausaufgabenhilfe wird weiterhin angeboten. Wöchentlich befassen sich alle Klassen während mindestens einer Lektion mit dem Thema PFADE (Programm zur Förderung alternativer Denkstrategien). Ein Schwerpunkt für die gesamte Schule ist der Klassenrat. Der Rat hat den Rechenschaftsbericht unter bester Verdankung an die Schulleitung zur Kenntnis genommen.

Schulprogramm 2017-2020 genehmigt
Das Schulprogramm 2017-2020 wurde dem Rat zur Genehmigung vorgelegt. Das Schulprogramm ist das wesentliche Führungsinstrument der Schulleitung. Es macht Aussagen über Ziele, die der Schule von der kantonalen oder kommunalen Aufsichtsbehörde vorgegeben werden und über Ziele, die sie sich selber setzt. Als Dokumentation gemeinsamer Entwicklungsziele sichert das Schulprogramm die Koordination aller Aktivitäten zur Zielerreichung. Im Schulprogramm ist die mittelfristige Planung für drei bis vier Jahre im Sinne einer rollenden Planung festgehalten; in der Jahresplanung sind die konkreten Umsetzungsschritte für das laufende Jahr fixiert. Das Schulprogramm setzt Ziele in den folgenden fünf Bereichen: Lehren und Lernern / Lebensraum Klasse und Schule / Kommunale Aufgaben / Schulmanagement / Professionalität und Personalentwicklung.
Die Externe Schulevaluation (ESE) ist durchgeführt und positiv ausgefallen. Die Auswertungsresultate sind besprochen und fliessen in die Schulentwicklung ein. Ein separater Bericht zur ESE folgt. In den nächsten Jahren wird die Einführung des Lehrplan 21 eine zentrale Rolle spielen. Die Umsetzung des Lehrplan 21 wird nach Ansicht der Schulleitung vermutlich längere Zeit in Anspruch nehmen (mehrere Jahre). Der Lehrplan 21 ist vollständig mit komplett neuen Strukturen ausgestattet, fächerübergreifend und wird keinesfalls innerhalb von einem Jahr eingeführt werden können. Schritt für Schritt wird dies nun angegangen. Gewisse Vorarbeiten wurden bereits geleistet. Mit dem Stand der Qualitätsmanagementkontrolle (QMK) steht die Schule gut da. Die QMK wurde im Zusammenhang mit der Externen Schulevaluation von einer aussenstehenden Person geprüft. Der Gemeinderat hat das Schulprogramm 2017-2020 genehmigt.

Lostorf, 22. September 2017

EINWOHNERGEMEINDERAT LOSTORF
Der Gemeindeschreiber:

Markus von Däniken
links Einmünder in den Schulweg nach Lostorf
links Einmünder in den Schulweg nach Lostorf

Datum der Neuigkeit 22. Sept. 2017